Der Delegationaleiter Colonel Tamani konnte wegen eines tragischen Einsatzes in der Nachbarstadt Dubai, bei dem zwei Feuerwehrmänner tödlich verlertzt wurden, nicht anreisen. Statt dessen leitete die Delegation Captain Dhaheri. Die Herren zeigten sich außerordendlich interessiert an den Organisationsstrukturen im Bereich des Vorbeugenden Brandschutzes, des Katastrophenschutzes und der Ausbildung. Es wurden neben den theoretischen Einheiten auch praktischeÜbungen besucht, u.a. eine Übung des Höhenrettungsdienstes (HRD) an der Pyramide in Marzahn und beim Atemschutznotfalltraining in Tempelhof.
Außerdem waren die Gäste selbst aktiv: Während der HRD-Übung ließ sich ein Gast aus 90 m abseilen, und einige Delegationsteilnehmer hospitierten an verschiedenen C-Dienststützpunkten (Urban 1517, Zehlendorf 4117). Auf diese Weise konnten die Herren sowohl tief in die internen Abläufe einer Feuerwache, als auch während des Einsatzes blicken.
Der mitreisende Berliner Feuerwehrmann BOI Bernd Graffunder zeigte sich optimistisch, dass eine enge Kooperation zwischen den Feuerwehren beider Städte zustande kommen könnte. Abu Dhabi hat ca. 500.000 Einwohner, 10 Feuerwachen, moderne Fahrzeuge nach westeuropäischen Standard, jedoch an verschiedenen Stellen Nachholebedarf. Insbesondere die Ausbildung, der Vorbeugende Brandschutz und klare Organisationsstrukturen müssen verbessert werden. Aus diesem Grund hat das Scheichtum vor einigen Jahren ein Consulting-Unternehmen beauftragt, deutsche Feuerwehrleute für eine Arbeit in Abu Dhabi zu gewinnen, die den Aufbau einer Feuerwehr nach westeuropäischem Vorbild voranbringen. Von Berliner Seite ist BOI Graffunder seit mehr als einem Jahr in Abu Dhabi, und LtdBD Harald Herweg hat das Scheichtum bereits mehrmals zu intensiven Gesprächen besucht.










