Allgemeines
Einige Angaben zur Brandstatistik:
Die Berliner Feuerwehr löschte 2009: 7.610 Brände
Bei diesen Bränden wurden 517 Menschen durch die Feuerwehr gerettet bzw. in Sicherheit gebracht. Die Feuerwehr musste 517 Personen erstversorgen und mit Rauchvergiftungen oder anderen, durch das Brandereignis entstandenen Verletzungen, in Krankenhäuser bringen. Des Weiteren sind für das vergangene Jahr 27 Brandtote zu verzeichnen.
Das bedeutet,
- dass täglich mindestens ein Mensch durch die Feuerwehr bei Bränden gerettet wird,
- dass täglich mindestens ein Mensch durch einen Brand gesundheitliche Schäden erleidet,
- und durchschnittlich alle vierzehn Tage ein Mensch an den Folgen eines Brandes in Berlin verstirbt.
Um das Brandgeschehen in überschaubaren Grenzen zu halten, bedarf es bereits bei der Errichtung von Gebäuden einer intensiven Einflussnahme durch den vorbeugenden Brandschutz.
Jeder Bürger kann ganz wesentlich dazu beitragen, die Anzahl und das Ausmaß von Bränden zu reduzieren. Bauliche Brandschutzmaßnahmen, wie z.B. Brandwände zwischen Wohngebäuden, begrenzen zwar die Ausdehnung eines Brandes, können jedoch Brände nicht verhindern. Die Entstehung von Bränden ist daher weitgehend vom brandschutzgerechten Verhalten eines jeden Bürgers abhängig. Die nachfolgenden Ausführungen sollten daher jedem Bürger Hinweise für sein sicherheitsbewusstes und brandschutzgerechtes Verhalten geben.
Brandstifter bevorzugen Wohngebäude mit offenen Haus-, Keller-, und Dachbodentüren. Besonders Gebäude mit viel umherliegendem Sperrmüll, abgestellten Kinderwagen, brennbaren Fußmatten, brennbare Flüssigkeiten (Farben, Lacke, Verdünnung, Benzin, Diesel etc.) oder überquellenden Mülltonnen machen ihnen die Arbeit leicht. Es sollte daher immer großer Wert auf Ordnung, Sauberkeit und ausreichende Beleuchtung gelegt werden. Sicherheitsbewusste Bürger können dazu beitragen, dass durch Verschließen von Keller- und Dachbodentüren und Schließen der Hauseingangstüren eine Brandstiftung von vornherein erschwert wird.
Merke: Ein guter Schutz gegen Einbruch ist auch ein guter Schutz gegen Brandstiftung.
Tipps zur Vorbeugung
Vorher einprägen:
- Prägen Sie sich die Notrufnummer 112* der Feuerwehr ein
* Die Notrufnummer der Feuerwehr kann regional von der hier gennanten Nummer abweichen. Bitte informieren Sie sich über die bei Ihnen gültigen Notrufnummern.
Informieren Sie sich
- wo sich das nächste Telefon oder die nächste Telefonzelle befindet
- über vorhandene Feuerlöscheinrichtungen
- über den nächstgelegenen Rettungsweg
Jedes Gebäude hat einen oder mehrere Treppenräume. Flure zu Treppenräumen und Treppenräume sind Rettungswege die ins Freie führen. Es ist wichtig, dass man sie im Gefahrenfall ungehindert begehen kann, denn was für die Hausbewohner der Rettungsweg, ist für die Feuerwehr gleichzeitig der Angriffsweg. wo befindet sich der nächste Handfeuerlöscher oder Wandhydrant und wie sie zu handhaben sind
Achten Sie darauf,
- dass Flure und Treppenräume stets frei von brennbaren und/oder sperrigen Gegenständen, wie z.B. Fahrräder, Pappkartons, Möbel, Farben, Kraftstoffe oder Ähnlichem, sind
- Flure in Gebäuden (nicht in Wohnungen) sind Rettungswege. Türen in diesen Rettungswegen sind ständig geschlossen zu halten oder schließen automatisch bei Auftreten von Rauch. Sie sollten aber niemals verschlossen werden!
Türen und Rettungswege sind meist so konstruiert, dass sie im geschlossenen Zustand einer Rauch- und Brandausbreitung Widerstand leisten können, aus diesem Grunde dürfen solche Türen nicht mit Keilen oder ähnlichen Eigenkonstruktionen offen gehalten werden
- dass Sie ihr Auto nicht auf oder vor Hydranten und in Feuerwehrzufahrten parken.
- Beachten Sie die Hinweise zur Lagerung brennbarer Flüssigkeiten .
Vorsicht Brandstifter!
Immer wieder legen Brandstifter in Wohnhäusern Feuer. Dabei kommt es häufig zu schwerem Personen- und Sachschaden. Das müsste oft nicht so sein, denn schon mit geringem Aufwand können Hausverwaltung und Bewohner die passive Sicherheit ihres Hauses spürbar erhöhen:
- Schließen Sie Keller- und Bodentüren ab.
- Halten Sie Treppenräume und Flure (Fluchtwege) frei von Kinderwagen, Sperrmüll u.a. brennbaren Materialien, sie sind willkommene Ziele für Brandstifter!
- Halten Sie auch die Zugänge zu Mülltonnen verschlossen.
- Reparieren Sie defekte Hausflurbeleuchtungen umgehend.
- Versehen Sie Treppenräume und Flure mit Rauchwarnmeldern.
- Sprechen Sie verdächtige Personen im Haus an oder alarmieren Sie die Polizei.
Weitere Tips zur Brandvorbeugung in veschiedenen Wohnbereichen:
Kontakt Vorbeugender Brandschutz
Für grundsätzliche Fragen:
Grundsatz Vorbeugender Brandschutz
Hr. Dr. Pfafferott Tel: 387 10 210
Für konkrete Bauvorhaben bzw. Gebäudebrandschutz aufgeteilt, je nach Bezirk, auf verschiedene Standorte:
Fachbereich Vorbeugender Brandschutz Direktion Süd
(Zuständigkeit für Neukölln, Treptow, Köpenick, Kreuzberg, Tempelhof, Schöneberg, Friedrichshain)
Tel.: 030-387 50 240
Fachbereich Vorbeugender Brandschutz Direktion Nord
(Zuständigkeit für Pankow, Hellersdorf, Lichtenberg, Marzahn, Reinickendorf)
Tel.: 030-387 60 924
Fachbereich Vorbeugender Brandschutz Direktion West
(Zuständigkeit für Charlottenburg, Wilmersdorf, Spandau, Zehlendorf, Mitte, Tiergarten, Wedding)
Tel.: 030-387 30 224
Spenden sind willkommen
Die Elisabeth-Schubert-Zink-Stiftung unterstützt die Berliner Feuerwehr finanziell mit Technik für den Brandschutz.
Ihre Spenden helfen!







