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Löschboote
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Aufgaben der Löschboote

Sicherstellung und Gefahrenabwehr auf den Wasserwegen, den vorhandenen Inseln, in den Hafenanlagen und im Peripheriebereich der Gewässer von Berlin. Menschenrettung aus Wassergefahren, von Wasserfahrzeugen und Inseln, Lenzen (Leerpumpen) leckgeschlagener Schiffe, Ölschadenbekämpfung auf dem Wasser, Förderung großer Löschwassermengen und Einspeisung in vorhandene Löscheinrichtungen, Brandbekämpfung und Schutz der Industrie, Tanklager, Bootsstände usw. am Wasser oder in dessen Nähe, Brandbekämpfung auf Schiffen und sonstige Hilfeleistungen. Darüber hinaus dienen die Boote als Basisstationen für Tauchereinsätze.

 

Löschboote II und III

Standort Löschboot II:   Feuerwache Spandau-Süd

Löschboot III mit neuer LackierungBaujahr 1974. Bootskörper aus Stahl, wurde im Knickspantbau erstellt, Aufbauten aus Leichtmetall AlMg 3. Vorschiff in der Wasserlinie mit einer Eisverstärkung. Die Türen der Ruderhäuser sind als gasdichte Flügeltüren aus Leichtmetall mit Gummidichtung ausgeführt.

 

 

 

 

 

Löschboot III

 

Die Ruderanlage besteht aus 2 Becker Hochleistungsrudern, die über eine Servolenkung durch ein Lenkrad betätigt werden kann. Zusätzlich ist ein Schwenktaster als Schnellschaltung für die Ruderbetätigung installiert. Eine Feuerlöschkreiselpumpe der Fa. Rosenbauer R 480 11 wurde eingebaut. Die Pumpe leistet 5000 l/min bei 10 bar. Sie wird von der Zwischenwelle des Steuerbordmotors über eine Kupplung und Keilriemen angetrieben. Der Leistungsbedarf dieser Pumpe liegt bei 160 kW (220 PS). Zur Entlüftung dient eine Doppelkolbenansaugpumpe mit Antrieb von der Pumpenwelle über Zahnriemen.

 

 

 

Löschboot III

Die Steuerung erfolgt über ein hydraulisch betätigtes Membranventil. Als Antriebsmaschinen dienen zwei Motoren, Typ Mercedes Benz OM403/V10, wassergekühlte Viertakt-Dieselmotoren mit Direkteinspritzung, 2 Zylinderreihen im Winkel von 90 Grad, mit einer Leistungvon je 220 kW (300 PS) bei 2200 min-1. Am Steuergehäuse auf der Schwungradseite kann ein Nebentrieb abgenommen werden. Es ist ein elektrisch angetriebener Davit (Kranarm mit Winde) am Heck verbaut, mit dem auch die Plattform herabgelassen wird. Traglast beträgt max. 500 kg. Elektrische Ausrüstung mit Anlasser und Drehstromlichtmaschine 24 Volt. Wasserkühlung durch Kreiselpumpe, Rückkühlung im Wärmetauscher (Außenhautkühler). Automatische Temperaturreglung durch 2 parallel geschaltete Thermostate

Datenblatt Löschboot II und III
Baujahr 1974
Besatzung 2
Verdrängung 25 t
Länge 17,37 m
Breite 4,20 m
Tiefgang 0,96 m
V max ca. 25 km/h
Motoren 2 x 220 kW (300 PS)
Kraftstofftank 800 l
Pumpenleistung 1 x 5000 l/min
Ruderanlage Becker Hochleistungsanlage
Werfer 1 Kombiwerfer RM 50
Leistung bei 10 bar 1 x 3000 l/min
Wurfweite Wasser/Schaum 85 m / 80 m
Schaummittelvorrat 3000 l
Pulverlöscher 4 x PG 12 und 3 PG 6
Generator 8  kVA
Navigationsanlage Radar, Wendeanzeiger, Echolot, UKW-Sprechfunk

Mehrzweckboot (MZB)

Für den Einsatz an und in Gewässern wurde der Berliner Feuerwehr ein neues Mehrzweckboot (MZB) übergeben. Einsatzschwerpunkte des Mehrzweckboots werden die schnelle Hilfe für Personen im Wasser, die notfallmedizinische Versorgung der zahlreichen bewohnten Inseln, kleinere technische Hilfeleistungen und der Erstangriff bei Bränden auf Gewässern oder auf den Inseln sein. 

Angetrieben wird das Mehrzweckboot von zwei 50 PS-Außenbordmotoren. Die modernen Viertakt-Motoren der Firma Honda sind sehr geräusch- und schadstoffarm. Mit ihnen erreicht das Mehrzweckboot eine Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h.

Für den Löscheinsatz ist das MZB mit einer Tragkraftspritze TS 10-1000 der Firma Ziegler ausgestattet. Mittels Turbozumischer und zweimal zwanzig Litern Schaummittel in Kanistern ist sogar ein Schaumangriff möglich. 

Für die technische Hilfeleistung führt das Boot u.a. einen 16 kVA-Stromerzeuger sowie eine Elektrotauchpumpe C mit Flachsaugmanschette mit. Zur Personenrettung sind ein Rettungsbrett und ein Rettungstuch vorhanden. 

 Das Aluminium-Boot hat eine Länge von 6,50 m bei einer Breite von 2,50 m. Das Boot ist für den Transport von maximal sechs Personen, also einer Staffel zugelassen. Bei dem Bootskörper handelt es sich um eine geschweißte Aluminiumkonstruktion mit einem Tiefgang von nur 30 cm. Die hydraulisch absenkbare Bugklappe ermöglicht eine schonende Aufnahme von Personen oder Gegenständen aus dem Wasser aber auch ein sicheres „Anlanden“. 

Das MZB soll in den nächsten Monaten auf der FW Köpenick erprobt werden. Dabei wird die Beladung nach den tatsächlichen Bedürfnissen angepasst. Nach erfolgreicher Erprobung und Optimierung ist die Beschaffung weiterer Boote dieser Art angedacht.