Tätigkeiten der Rettungsdienstschule
Ständige Veränderungen und Neuerungen im Rettungsdienst fordern von der Rettungsdienstschule, dass sie mit dem Stand der Notfallmedizin mithält und sich auf Neues schnell einstellt und weiterentwickelt. So begannen erste Planungen für ein standardisiertes Traumatraining. Außerdem wurden bereits 2006 begonnene Projekte in 2007 fortgesetzt. Dazu gehörte das Training im neuen Ausbildungsmodul, die Fortführung der Begleitung der Pilotstudie „Prähospitale Messung von CO-Hb" und die Mitarbeit in der Projektgruppe Rettungsdienstqualität.
Erstmals konnten Fortbildungen und Übungen nach einem neuen Simulationstraining analog des bekannten Emergotrain angeboten werden. Das Training in Echtzeit simuliert die Patientenversorgung beim Massenanfall von Verletzten. SimCodeP heißt das von Institut für Notfallmedizin in Hamburg eingeführte Übungstool, welches in enger Zusammenarbeit nun auch bei der Berliner Feuerwehr genutzt wird, um die Koordination an Großschadensstellen und die Organisation der Verletztenversorgung zu trainieren. Dieses neue Fortbildungsangebot haben auch externe Teilnehmer genutzt. So führte die Rettungsdienstschule der Berliner Feuerwehr für Organisatorische Leiter Rettungsdienst des Landkreises Vogtland in Sachsen vor Ort an fünf Tagen je zwei Trainingseinheiten der Simulationsübungen durch.
Unter Mitwirkung der Rettungsdienstschule wurde das 8. Berliner Rettungsdienstsymposium in der Charité mit rund 800 Teilnehmern an zwei Tagen veranstaltet.
"Technische Rettung aus Kraftfahrzeugen – Retten wir noch zeitgemäß?" Unter diesem Motto stand eine sehr erfolgreiche zweitägige Fachtagung unter Federführung der Rettungsdienstschule, an der rund 80 Teilnehmer von Feuerwehren aus ganz Deutschland und aus den eigenen Reihen teilnahmen.
Beim Tag der offenen Tür der Berliner Feuerwehr und am Tag der Notfallmedizin des Bezirksamtes Schöneberg beteiligte sich die Rettungsdienstschule mit einem Infostand.
Bei Fortbildungen der Berliner Kliniken, der AG-Notarzt Berlin und Kongressen in Erlangen sowie zum Hauptstadtkongress der Anästhesisten wurden Vorträge gehalten wo zum Thema patientengerechtes Retten ein eigens dafür gedrehtes Video vorgeführt wurde. Bei verschiedenen Übungen stellte die Rettungsdienstschule Schiedsrichter und Beobachter.
Das Angebot an Praktikantenplätzen wurde von Studenten der Studiengänge zum Rettungsingenieurwesen und in Verwaltungsberufen angenommen, die Aufgaben und Projekte bei der Rettungsdienstschule übernahmen. Aufstiegsbeamte fertigten unter Betreuung der Rettungsdienstschule ihre Abschnittsabeiten zu Rettungsdienstthemen an.
Seit 2007 beteiligen sich redaktionell und mit Beiträgen Mitarbeiter der Rettungsdienstschule an der Fachzeitschrift "112" zu Themen der Rettungsmedizin.
Der 2006 durchgeführte Probebetrieb des Voraushelferfahrzeugs (First Responder) in Heiligensee, besetzt mit Mitarbeitern der Rettungsdienstschule, wurde zu einer festen Einrichtung und fuhr im Jahr 2007 116 Einsätze.
Im Januar besetzte beim Sturmtief Kyrill ein Rettungsassistentenlehrgang 4 LHF zur Verstärkung im Einsatzdienst für ca. 24h.
Eine große Herausforderung war die Aufgabe der Einstellung von rund 100 Berufspraktikanten für das Praktische Jahr zur Anerkennung als Rettungsassistent mit Ausschreibung, Werbung, Auswahlverfahren und Einstellung.
Externes Aus- und Fortbildungsangebot
Im Jahr 2007 wurde das Angebot für externe Teilnehmer nochmals erweitert. Besonders erwähnenswert ist die Öffnung der Fortbildung zum Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL RD) für externe Teilnehmer. Dieses Angebot wurde 2007 von einem Landkreis in Brandenburg wahrgenommen und ließ deren OrgL RD bei der Berliner Feuerwehr fortbilden. Die Seminarfolge "Verletztenversorgung auf Großschadensstellen" wurde mit dem Simulationstraining ergänzt.
Zahlen und Daten der Rettungsdienstschule
Referatsleitung: Regierungsdirektor Hagemann
Ärztlicher Leiter: Dr. med. Eggers
Stellv. Leitung: BOAR Schramm, BAR Erbe
Das Lehrgangsangebot im Jahr 2007 umfasste:
31 Ausbildungslehrgänge mit 632 Teilnehmern sowie 153 Fortbildungen mit 3833 Teilnehmern. Dazu kommen die Aus- und Fortbildungen Frühdefibrillation. In Grundschulungen wurden 255 Teilnehmer und bei den Fortbildungen 3405 Teilnehmer trainiert.
Auszugsweise weitere Lehrgänge:
12 RettHelfer-Lehrgänge mit 212 Teilnehmern
5 RettSan-Lehrgänge mit 111 Teilnehmern
8 RA-Lehrgänge mit 186 Teilnehmern
(2 Lehrgänge Beginn 2006)
26 Fortbildungen MANV mit 437 Teilnehmern
79 Fortbildungen Rettungsdienst mit 1514 Teilnehmern.




