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Übung "TRIANGEL" in Berlin am 11. März 2006 - Erstes Resümee
Unter der Federführung der Berliner Feuerwehr fand am Sonnabend, dem 11. März 2006, in der Zeit von 11.30 Uhr bis 17.00 Uhr eine Katastrophenschutzübung des Landes Berlin statt. Sie diente zur Vorbereitung auf die Fußballweltmeisterschaft 2006. An der Übung "TRIANGEL" nahmen insgesamt etwa 2.000 Einsatzkräfte, Verletztendarsteller, Übungsbeobachter und -schiedsrichter teil. Beteiligt waren die Berliner Feuerwehr, Freiwillige Feuerwehren des Landes Brandenburg, die Polizei Berlin, die Bundespolizei, die Bundeswehr, das Technische Hilfswerk, die Hilfsorganisationen, private Krankentransportunternehmen, mehrere Krankenhäuser, die Bäderbetriebe, die Bahn AG, die Senatsverwaltung für Inneres sowie weitere Senatsverwaltungen, mehrere Bezirksämter sowie weitere öffentliche und private Institutionen. Akkreditiert waren über 100 Journalisten.
Als Übungslage wurde ein Tag während eines Fußball-Weltmeisterschaftspiels in Berlin angenommen, an dem kurz hintereinander drei verschiedene, voneinander unabhängige Großschadensereignisse vorkommen. Simuliert wurden der Einsturz einer Großbild-Videowand im Volkspark Mariendorf, eine Explosion in einem Diakoniezentrum in Karlshorst sowie ein Unfall mit Thionylchlorid auf einer Baustelle des Fernbahnhofs Gesundbrunnen. Von 11.55 Uhr bis 14.50 Uhr war übungshalber der Katastrophenalarm ausgelöst.
Wesentliche Übungsziele waren die Überprüfung
Die Übung stellte für alle Beteiligten eine ungewohnte Herausforderung dar, weil sie, im Gegensatz zu vorangegangenen Übungen, folgende erschwerende Momente beinhaltete:
Erstes Fazit zur Übung "TRIANGEL":
Die Großübung zeigte, dass Berlin gut für die Fußball-Weltmeisterschaft vorbereitet ist. Die Zusammenarbeit der vielen beteiligten Behörden, Institutionen und Organisationen, die in Berlin bereits seit vielen Jahren gut funktioniert, hat auch diese Bewährungsprobe bestanden. Auch wurde anlässlich der Übung deutlich, dass das zur WM vorgehaltene Einsatzpersonal der Feuerwehr, der Polizei und der Hilfsorganisationen richtig dimensioniert ist.
Bei der Übung traten aber auch Mängel zutage, zum Teil übungsbedingt, zum Teil wegen organisatorischer oder technischer Ursachen. Die detaillierte Auswertung der Übung erfolgt bis Ende April, um Erkenntnisse der Übung ggf. in die Vorbereitungen zur Fußballweltmeisterschaft noch mit einfließen zu lassen; denn ein wichtiger Zweck aller Übungen ist es, mögliche Mängel im Vorfeld zu erkennen.
Die erste Einsatzstelle im Volkspark Mariendorf wurde gut beherrscht. Angenommen war hier der Massenanfall von Verletzten nach dem Einsturz einer Großbildwand.
Die zweite Einsatzstelle in Karlshorst wurde nach Anlaufschwierigkeiten, insbesondere verzögerter Alarmierung der Einsatzkräfte ordentlich abgewickelt. In einem leer stehenden, ehemaligen Militärkrankenhaus wurden die Bekämpfung eines Großbrandes nach einer Gasexplosion sowie die Rettung von eingeschlossenen Personen geübt. Erfolgreich geübt wurde die Heranführung von Freiwilligen Feuerwehren aus dem Land Brandenburg.
Die größte Herausforderung stellte die dritte Einsatzstelle am Bahnhof Gesundbrunnen dar: Hier sollte die Versorgung von Verletzten geübt werden, die infolge einer Chemikalienfreisetzung kontaminiert waren. Zunächst musste dieser Übungsteil aus Gründen der Arbeitssicherheit verspätet gestartet werden, dann ergaben sich weitere Verzögerungen im Ablauf. Bedingt durch die Unübersichtlichkeit und schlechte Zugänglichkeit der Einsatzstelle offenbarten sich Schwachstellen in der Koordinierung der einzelnen Übungsteile. Um für die Verletztendarsteller und Übungskräfte einen vertretbaren Zeitplan einzuhalten, wurde der Übungsteil am Bahnhof vor Beendigung aller Maßnahmen beendet. Folgemaßnahmen, wie die Dekontamination Verletzter am Jüdischen Krankenhaus, die Dekontamination Unverletzter in der ortsfesten Dekontaminationsstelle im Schwimmbad an der Seestraße sowie die Bergung des beschädigten Gefahrgutbehälters erfolgten professionell und zufrieden stellend.
Der Landesbranddirektor dankt allen an der Übung Beteiligten für ihr hohes Engagement.
Bilder: Einsturz einer GroßbildleinwandBilder: Schadstoffausströmung auf einer Baustelle der Bahn
Bilder: Explosion mit Großbrand
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